Heute vor einem Jahr am 9. Oktober 2019 versuchte ein rechtsextremer Attentäter während der Feierlichkeiten zum jüdischen Versöhnungstag Yom Kippur in die Synagoge im Paulusviertel in Halle an der Saale einzudringen. Sein Ziel war, die dort anwesenden 52 Menschen zu ermorden. Unmittelbar vor der Synagoge erschoss er dabei Jana L., die zufällig vorbeikam und ihn auf sein Verhalten angesprochen hatte. Nach mehreren missglückten Versuchen sich Zutritt zur Synagoge zu verschaffen, fuhr er zum nahegelegenen Imbiss Kiez-Döner und erschoss dort Kevin S.
Während seiner Taten zielte er wiederholt auf Passant*innen, die durch mehrfache Ladehemmungen der Tatwaffe(n) unverletzt blieben. Auf der Flucht fuhr er einen Passanten an und verletzte einen Mann und eine Frau teils schwer, als er versuchte sich ein weiteres Fluchtfahrzeug zu beschaffen. Nach einem von ihm verursachten Unfall rund 40 Kilometer von Halle entfernt, wurde er von der Polizei festgenommen.
„Wir gedenken Jana L. (40) und Kevin S. (20) und den Verletzten des rechtsterroristischen Anschlags in Halle.“ (Amadeu Antonio Stiftung)
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